

Das nahe dem Hamburger Hauptbahnhof gelegene Museum für Kunst und Gewerbe wurde 1873-1875 nach Plänen des damaligen Stadtbaumeisters Carl Johann Christian Zimmermann im Stil der Neorenaissance erbaut.
Mit über 700.000 Objekten aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Kunstdruck, Design und Fotografie zählt es heute zu den führenden Häusern seiner Art in Europa.
Die vielseitigen Exponate zeigen dem Besucher auf anschauliche Weise die Beziehungen zwischen unterschiedlichsten Kulturen und Epochen. Wechselnde Ausstellungen und Sonderpräsentationen machen das Museum weit über die Grenzen Hamburgs hinaus zu einem ebenso interessanten wie beliebten Publikumsmagneten.
Feuchtigkeit in den Kellerwänden und Putzabsprengungen durch Salzausblühungen schränkten die Nutzungsmöglichkeiten der betroffenen Räume stark ein. Die von uns ausgeführte Grundsanierung umfasste zunächst die Beseitigung der aufsteigenden Feuchtigkeit im Mauerwerk. Dieses Ziel wurde durch die Erstellung einer nachträglichen Horizontalsperre im mehrstufigen Niederdruck-Injektionsverfahren erreicht.
Hierbei wurden zunächst vorhandene Hohlstellen im Mauerwerk mit einem Injektionsmörtel verfüllt. Zur Abdichtung der Kellerwände wurde danach eine Silikon-Microemulsion eingespritzt.
Die enorme Wandstärke des historischen Gemäuers machte eine Zusatzinjektion der Wände mit einem Aktivator notwendig. Auf diese Weise ließ sich eine optimale Reaktion, die den gesamten Mauerquerschnitt abdeckte, erreichen.
Das großflächige Aufbringen eines salzspeichernden Sanierputzes und die anschließende Trocknung der Wandbereiche mit Infrarot-Trocknungstechnik brachten den gewünschten Sanierungserfolg.